MMM im Februar–einmal alt und einmal neu

Da ist man den ganzen Tag zu Hause und hat doch kaum Zeit für irgendwas. So ein neues Familienmitglied bindet einfach viel wunderschöne Zeit.

Wenn dann mal Zeit für die Nähmaschine da ist, entsteht meist was für den kleinen Mann, der ja viel zu schnell aus allem rauswächst.

ABER ich habe es in diesem Jahr sogar schon geschafft ein neues Shirt für mich zu nähen.

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Der Schnitt ist aus der Dezember Burda 2019 Modell 118. Inspiriert hat mich dazu Frau März als ich im Herbst zu Besuch beim Klosternähen war. Wie sie hab ich auch den Reißverschluss im Rücken weg gelassen. Das funktioniert trotz hohem Kragen erstaunlich gut. Ganz zufrieden bin ich mit der Passform nicht, habe aber das Gefühl, dass es am Stoff liegt.

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In der Länge habe ich das Shirt etwas gekürzt, ich bin ja nicht die Größte also komme ich um diese Anpassung selten rum.

Beim Bilder machen heute morgen war es auf der Terrasse ganz schön kühl und darum habe ich auch noch meinen Jenna Cardi angezogen, den ich auf dem Blog noch nicht wirklich gezeigt habe.

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Die Jacke ist schon vor fast 4 Jahren entstanden aus einem kuschligen Sweatshirt Stoff mit Kuschel-Innenseite. Die Druckknöpfe halten an dem recht dicken Stoff gerade so. Man muss also beim Öffnen ganz schön aufpassen, dass man sie nicht ausreißt.

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Ich mag die Jacke nach wie vor gerne, allerdings habe ich sie selten an, denn für Indoor ist sie zu warm und draußen kommt sie tatsächlich eher mal an einem kühlen Sommerabend zum Einsatz. Vielleicht sollte ich nach mehr Einsatzzeit dafür suchen. Denn eigentlich ist sie zu schade zum im Schrank lagern.

 

Heute zeigt uns Carola auf dem MMM eine sehr raffinierte Hose.

Moto Jacket–Kaneel / Probenähen für Yuki von Waffle Patterns

Anfang Oktober bekam ich die von der lieben Yuki von WafflePatterns die Anfrage ob ich Lust hätte Ihr neues Schnittmuster – die Jacke Kaneel im Biker-Style  – probezunähen.

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Obwohl noch im Urlaub, spielte ich schnell mit dem Gedanken das Angebot anzunehmen, natürlich vorausgesetzt ich würde einen passenden Stoff finden. Gedacht hatte ich gleich an eine Jeansjacke.

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Nach erfolgreichem Stoff shoppen ging es dann los mit Nähen unter Zeitdruck. Zuvor musste aber erst mal Zugeschnitten werden. Ich glaube es waren am Ende 24 verschiedene Schnittteile – dabei hab ich schon auf die Brusttasche verzichtet.

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Im Schulterbereich habe ich mich wie im Schnitt vorgeschlagen entschieden einige Ziernähte zu steppen. 

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Im Schnittmuster gibt es diverse Optionen die Taschen (Reißverschlusstasche, Leisten-Tasche mit verstecktem RV) zu gestalten. Da ich schöne Metallreißverschlüsse bekommen habe, fiel die Entscheidung auf sichtbare Reißverschlusstaschen.

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Der Kragen wird in meinem Fall von einem Jeansknopf geschlossen.

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Am Kragen und auch der Leiste hinter dem RV musste ich etwas improvisieren. Ich habe beim Zurückschneiden der Nahtzugabe leider schon zu viel weggeschnitten und zu spät gemerkt, dass sich der Kragen nicht sauber legt. Jetzt  ist die Leiste abgeschrägt und ich bin zufrieden mit dem Kragen.

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Für das Futter hab ich einen schönen Baumwollstoff gefunden. Das erste Mal habe ich in einer Jacke die Ärmel nicht mit einem “flutschigen” Futter genäht. Man merkt den Unterschied beim Anziehen der Jacke schon. Aber ich fand den Stoff einfach zu schön.

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Natürlich hab ich der Jacke auch noch einen Aufhänger spendiert. Schließlich gibt es oft genug nur Garderoben mit Haken.

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Jetzt aber genug mit Details, hier kommen eine ganze Menge Tragebilder. Mir gefällt meine neue Jeansjacke.

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Ich finde die “kurze” Länge des Schnittes optimal um die Jacke mit Röcken oder Kleidern zu kombinieren.

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Wenn ich die Bilder so jetzt sehe, hätte ich die Jacke vermutlich auch eine Größe kleiner nähen können, so passt jetzt aber auch noch ein dickerer Pullover drunter.

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Ich hoffe jetzt auf noch einige milde Herbsttage, denn eine Winterjacke ist das natürlich nicht. (aber daran scheitert es ja in meinem Kleiderschrank auch nicht)

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Vielen Dank liebe Yuki für dein Vertrauen – es hat wieder sehr viel Spass gemacht Probe zu nähen.

Herbst mit Minoru

Schon als Elke vor 2 Jahren mit Ihrer Minoru Jacke ins Büro marschierte verspürte ich den dringenden Wunsch auch eine solche Jacke zu besitzen. Im Netz finden sich ja inzwischen viele wunderschöne Versionen der Jacke.

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Den Stoff hatte ich bereits im Frühjahr bei S&S mitbestellt. Es handelt sich um Bibernylon aus dem Katharina auch ihren wunderschönen Robson genäht hat.

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Den Stoff finde ich richtig prima für die Jacke. Er hat einen tollen Glanz und Griff. Für das Innenfutter habe ich mir einen schönen Baumwollstoff mitbestellt. Allerdings musste der Stoff den Sommer über erst einmal im Keller lagern und wurde pünktlich zum Herbst vernäht.

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Geholfen hat mir dabei der tolle Sewalong von Sewaholic. Damit war die Jacke kein Problem. Die Ärmel habe ich mit “Flutsch-Futter” gefüttert. Dadurch lässt sich die Jacke wunderbar anziehen.

Folgende Änderungen hab ich zusätzlich vorgenommen. Nahttaschen in den Seitennähten und auch die Kapuze habe ich mit dem Innenfutter gefüttert.

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Ganz besonders gefällt mir an der Jacke die tolle Taillierung durch das breite Gummiband. Ganz vergessen haben wir Bilder zu machen mit Versteckter Kapuze im Kragen (auch ein tolles Detail)

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Die schönen Bilder sind bei einem supertollen Näh-Wochenende auf der Burg in der Nähe von Wien entstanden.
Vielen Dank liebe Elke (für´s Mitnehmen und natürlich auch´s Bilder machen)

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Hier noch ein paar Detail-Aufnahmen von Kapuze, Innenleben & Nahttaschen.

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Ich bin richtig Happy mit meiner neuen Jacke und trage sie gerade fast täglich. Sie passt prima zu Rock, Hose und Kleid.

Hoffentlich bleiben die Temperaturen noch etwas über Null, der neue Wintermantel ist schließlich noch nicht gesäumt.

Verlinkt beim MeMadeMittwoch